Pause

Für den Fall, dass sich wer wundert: Wir mussten dieses Projekt für eine Weile ruhen lassen. Es kam eine Menge zusammen und es war einfach nicht genug Zeit übrig dafür. Wahrscheinlich können wir im Januar ein bisschen weiterbauen – als nächstes wären der Hals und das Griffbrett dran. Später wird es nochmal eine längere Pause geben, aber mit etwas Glück können wir dann im Frühsommer wieder einigermaßen normal weitermachen.

Eigentlich hätte ich diesen Hinweis schon vor Monaten bringen sollen, aber mir ist die Idee erst jetzt gekommen…

Learning by Doing

Ich bin kein Instrumentenbauer, ich habe keinerlei offizielle Ausbildung in Gitarrenbau oder sonst einer Art von Holzbearbeitung. Mein Geld verdiene ich am  Schreibtisch, mein wichtigstes Arbeitsgerät ist ein Computer. Alles, was ich über das Arbeiten mit Holz weiß, habe ich mir von anderen Leuten abgeschaut und auf der Grundlage dann experimentiert und mir etwas Erfahrung erarbeitet. Ich versuche, zu verstehen, wie Dinge funktionieren, was da mechanisch passiert, und leite daraus ab, wie ich welches Werkzeug am besten benutze (sofern ich dazu keine Handbücher oder Tutorials finde).

Meine bislang noch recht übersichtlichen Kenntnisse im Gitarrenbau habe ich überwiegend aus YouTube-Videos. Außerdem habe ich mir ein Buch zum Thema besorgt und gelesen: Martin Koch, E- Gitarrenbau. Eine Selbstbauanleitung (ISBN: 978-3901314056) – ziemlich nützlich, auch als Nachschlagwerk, wenn man irgendwo nicht so genau weiterweiß.

Dazu kommt Weiterlesen „Learning by Doing“

Vorbereitungen

Als die Entscheidung dann stand, fing ich an, mir über die nötigen Zutaten Gedanken zu machen. Ich habe eine gewisse Erfahrung im Arbeiten mit Holz, und im Lauf der Jahre habe ich einiges an Werkzeugen zusammengekauft – Hammer, Zange, Raspeln, Feilen, Beitel, Sägen, eine kleine Stativbormaschine, Holzbohrer, Zwingen, einen Bandschleifer, eine Stichsäge, einen Schraubstock. Vorletztes Jahr habe ich mir einen stabilen Arbeitstisch zusammengezimmert. Keine echte Werkbank, aber fast so gut, und im Keller habe ich ein Eckchen für eine kleine Werkstatt gefunden.

Ich fange also nicht bei Null an, aber es war schon klar, dass mir noch eine Menge Werkzeug fehlte. Im Prinzip alles, was für die Bearbeitung von Griffbrett und Bundstäben nötig ist. Also habe ich mir das Zeug zusammengesucht: Eine Bundschlitzsäge, eine Sägeraspel, eine Oberfräse aus dem Baumarkt, ein paar Ziehklingen und das Starter Toolkit von Crimson.

Für den Anfang wollte ich mit so wenig wie möglich auskommen – das Zeug ist nämlich richtig teuer. Allein das Paket von Crimson hatte es in sich, dann kostet der Versand nochmal extra (um die 50 Euro bei 275 Euro Warenwert; kein Vorwurf an Crimson natürlich, die denken sich die Paketpreise nicht aus), und dann kommt noch Zoll drauf (nochmal knapp 80 Euro, dank Brexit). So viel Geld für eine Sache auszugeben, die vielleicht gar nichts wird, war komisch. Aber wenn es funktioniert, werde ich sicher noch Weiterlesen „Vorbereitungen“

Die Vorgeschichte

Wie hat alles angefangen mit dem Gitarrebauen? Irgendwann im Herbst 2019 habe ich zufällig auf YouTube ein Video über ein Gitarrebauprojekt gesehen. Ich weiß nicht mehr genau, welches Video das war, aber ich glaube, es war etwas von Burls Art. Jedenfalls waren die Videos von Burls mit die ersten Gitarrenbauvideos, die ich überhaupt gesehen habe.

Auch sehr gefallen hat mir diese großartige Doku über den kanadischen Gitarrenbauer Michael Greenwood und den Bau einer Westerngitarre. Danach habe ich noch eine Reihe von ähnlichen Videos gesehen und bin dann auf den YouTube-Kanal von Ben Crowe gestoßen. Das muss kurz vor dem Start des Great Guitar Build Off 2020 gewesen sein.

Während ich alle möglichen GGBO-Projekte auf YouTube verfolgte, kam mir die Idee, vielleicht selbst eine Gitarre zu bauen. Ich war mir nicht sicher, ob ich das wirklich hinkriegen würde, und ich hatte natürlich auch lange nicht alle dafür nötigen Werkzeuge. Aber die Idee ließ mir keine Ruhe.

Um es kurz zu machen: Weiterlesen „Die Vorgeschichte“

Los gehts

Ok, herzlich willkommen bei Holz Draht Strom, meinem Gitarrenbaublog. Ich weiß natürlich nicht, wie das Gitarrending laufen wird. Entweder habe ich am Ende ein halbwegs spielbares Instrument oder eben einen Haufen aufwändig zugerichtetes Brennholz und Altmetall. Und wie dieses Blog sich schreiben wird, bleibt auch abzuwarten.

Ich habe das jetzt nicht alles bis in die letzte Einzelheit durchgeplant, und besonders das Blog ist hier nicht die Hauptsache. Kann gut sein, dass meine Tochter auch den einen oder anderen Text beitragen wird, das ist aber ihre Entscheidung. Warten wir’s ab…

P.S.: Die in loser Folge eingestreuten „Sponsored Posts“ sind so eine Masche von WordPress, da kann ich nichts dran machen. Muss man also vorerst mit leben.