Learning by Doing

Ich bin kein Instrumentenbauer, ich habe keinerlei offizielle Ausbildung in Gitarrenbau oder sonst einer Art von Holzbearbeitung. Mein Geld verdiene ich am  Schreibtisch, mein wichtigstes Arbeitsgerät ist ein Computer. Alles, was ich über das Arbeiten mit Holz weiß, habe ich mir von anderen Leuten abgeschaut und auf der Grundlage dann experimentiert und mir etwas Erfahrung erarbeitet. Ich versuche, zu verstehen, wie Dinge funktionieren, was da mechanisch passiert, und leite daraus ab, wie ich welches Werkzeug am besten benutze (sofern ich dazu keine Handbücher oder Tutorials finde).

Meine bislang noch recht übersichtlichen Kenntnisse im Gitarrenbau habe ich überwiegend aus YouTube-Videos. Außerdem habe ich mir ein Buch zum Thema besorgt und gelesen: Martin Koch, E- Gitarrenbau. Eine Selbstbauanleitung (ISBN: 978-3901314056) – ziemlich nützlich, auch als Nachschlagwerk, wenn man irgendwo nicht so genau weiterweiß.

Dazu kommt Ausprobieren, Mistbauen, Weiterprobieren. Wie in der Wissenschaft fehlert man sich nach und nach nach oben. Meistens habe ich ein Ziel vor Augen, ein mentales Bild von dem Instrument oder der Baugruppe, und ich habe die Bauteile, die ich verwenden will. Präzise Pläne, Spezifikationen oder Maße habe ich normalerweise nicht. Das heißt, dass ich eigentlich immer ein paar Schritte vorausdenken muss und mir überlegen, wie ich das jetzt jeweils mache, damit es am Ende auch funktioniert.

Deshalb verbringe ich im Moment auch eine Menge Zeit damit, Hilfsmittel zu bauen (dazu kommen demnächst noch ein paar Beiträge). Ich habe eine Lernkurve mit einiger Steigung vor mir, und das meiste, was ich an der Werkbank mache, ist in der Form neu für mich. Entsprechend versuche ich hier nicht, jemandem was beizubringen oder den großen Experten zu geben, sondern ich will beschreiben, was ich warum und wie mache und wie das jeweils ausgeht. Wenn das irgendwem irgendann mal hilft, bestimmte Fehler bei einem eigenen Projekt zu vermeiden, egal ob im Gitarrenbau oder bei was anderem, fände ich das natürlich toll. Dann hätte sich das hier erst recht gelohnt.

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