Einstellhilfe für Tiefenbegrenzer

Ok, jetzt habe ich dieses großartige Dings für die Bundschlitzsäge zum Begrenzen der Schnitttiefe, aber wie stelle ich jetzt die richtige Schnitttiefe ein? Die beiden Holzleisten müssen ja parallel zueinander sein und zur Zahnreihe der Säge, und die Zähne sollen genau so weit zwischen den Holzleisten herausschauen, wie es für die geplante Schnitttiefe nötig ist. Wie kriege ich das jetzt hin? Mit einem Gerät, das mir das Einstellen erleichtert. Ich habe mir eins aus Sperrholz gebaut:

Es ist ziemlich simpel. Erstmal sollten die Schrauben nicht festgezogen sein, damit sich die Leisten gut bewegen lassen. Man sucht sich zwei der zugeschnittenen Streifen Furnier, die so dick sind, wie man tief sägen will. Je nach beabsichtigter Schnitttiefe kann man auch Weiterlesen „Einstellhilfe für Tiefenbegrenzer“

Tiefenbegrenzer für Bundschlitzsäge

Wenn man eine Gitarre baut, muss man auch einen Hals für diese Gitarre bauen. Zum Hals gehört ein Griffbrett, und wenn man nicht gerade ein fretless Instrument baut, muss man Schlitze für die Bundstäbe in dieses Griffbrett sägen. Das wird typischerweise mit einer sehr dünnen Säge gemacht, es gibt extra Bundschlitzsägen. (Die wenigsten Hobbygitarrenbauer werden Zugang zu einer CNC-Maschine haben. Alternativ könnte man die Bundschlitze mit einer kleinen Handfräse herstellen, aber das ist wohl auch nicht ohne Tücken. Also gehen wir auf Nummer sicher und nehmen eine ganz banale Bundschlitzsäge.)

Die Bundschlitze müssen tief genug sein, dass der Hals des Drahts ganz im Griffbrett Platz hat und der Kopf des Drahts gut auf der Oberfläche des Griffbretts aufliegt. Zu tief sollen die Schlitze nicht sein, weil sonst der Hals des Bunddrahtes unten zu sehr in der Luft hängt und das Griffbrett außerdem weniger stabil wird. Man will ja – ins Extrem übersteigert – Weiterlesen „Tiefenbegrenzer für Bundschlitzsäge“

Learning by Doing

Ich bin kein Instrumentenbauer, ich habe keinerlei offizielle Ausbildung in Gitarrenbau oder sonst einer Art von Holzbearbeitung. Mein Geld verdiene ich am  Schreibtisch, mein wichtigstes Arbeitsgerät ist ein Computer. Alles, was ich über das Arbeiten mit Holz weiß, habe ich mir von anderen Leuten abgeschaut und auf der Grundlage dann experimentiert und mir etwas Erfahrung erarbeitet. Ich versuche, zu verstehen, wie Dinge funktionieren, was da mechanisch passiert, und leite daraus ab, wie ich welches Werkzeug am besten benutze (sofern ich dazu keine Handbücher oder Tutorials finde).

Meine bislang noch recht übersichtlichen Kenntnisse im Gitarrenbau habe ich überwiegend aus YouTube-Videos. Außerdem habe ich mir ein Buch zum Thema besorgt und gelesen: Martin Koch, E- Gitarrenbau. Eine Selbstbauanleitung (ISBN: 978-3901314056) – ziemlich nützlich, auch als Nachschlagwerk, wenn man irgendwo nicht so genau weiterweiß.

Dazu kommt Weiterlesen „Learning by Doing“

Der Korpus

Wir haben jetzt angefangen, am Korpus zu arbeiten. Nach einigem Ideenwälzen habe ich die Form auf Pauspapier gezeichnet und davon eine Sperrholzvorlage hergestellt. Mit der Schablone habe ich die Form auf den Korpusrohling gezeichnet und anschließend den Korpus mit der Stichsäge freihand ausgesägt, natürlich mit ein paar Millimeter Sicherheitsabstand – was zuviel abgeschnitten ist, kriegt man ja nicht so ohne weiteres wieder dran…

Als nächstes habe ich die Schablone mit Malerkrepp und Sekundenkleber auf dem roh zugeschnittenen Korpus fixiert und die Form dann präzise mit der Fräse von der Schablone auf den Korpus übertragen.

Dazu musste ich Weiterlesen „Der Korpus“

Schablone für einen Gitarrenkorpus herstellen

Der Korpus einer E-Gitarre wird normalerweise aus einer Hartholzbohle gemacht. Man sägt aus dem Holz die ungefähre Form des Korpus aus, natürlich immer etwas zu groß, damit man nicht versehentlich zuviel wegsägt und dann eine Lücke in der geplanten Kontur hat. Meistens wird zum Aussägen eine Bandsäge genommen. Manche Leute, ich zum Beispiel, besitzen ein solches Gerät nicht und müssen dann z.B. mit einer Stichsäge Vorlieb nehmen. Das geht eigentlich genauso gut.

Diesen roh zugesägten Korpus nimmt man dann und trägt so lnage Material ab, bis die tatsächlich vorgesehene Form vorliegt. Dazu gibt es eine Reihe möglicher Werkzeuge – Stechbeitel, Raspeln, Schleifmaschine mit oszillierender Spindel usw. Aber je nachdem, was man für Gerät benutzt kann das entweder langwierig, zäh und frustrierend sein, oder man entfernt unversehens zu viel und muss dann sehen, wie man die ungeplante Lücke wieder füllt oder unsichtbar macht.

Beide Unannehmlichkeiten vermeidet man durch Verwendung einer Schablone und einer Fräse. Im E-Gitarrenbau ist meines Wissens die Oberfräse das beliebteste Werkzeug. Damit kommt man der vorgesehenen Form des Korpus mit dem wenigsten Aufwand und dem geringsten Risiko am nächsten.

Zugegeben, die Schablone herzustellen ist ein bisschen zeitaufwändig, aber kein Vergleich zu dem Aufwand, den Korpus direkt aus dem Vollen zu schnitzen. Die Planke für den Korpus ist typischerweise 45 mm dick. So eine Schablone wird dagegen aus ungefähr 10 mm dickem Material gemacht, und zwar nicht aus Hartholz, sondern aus MDF oder Sperrholz. Das lässt sich viel leichter Weiterlesen „Schablone für einen Gitarrenkorpus herstellen“

Vorbereitungen

Als die Entscheidung dann stand, fing ich an, mir über die nötigen Zutaten Gedanken zu machen. Ich habe eine gewisse Erfahrung im Arbeiten mit Holz, und im Lauf der Jahre habe ich einiges an Werkzeugen zusammengekauft – Hammer, Zange, Raspeln, Feilen, Beitel, Sägen, eine kleine Stativbormaschine, Holzbohrer, Zwingen, einen Bandschleifer, eine Stichsäge, einen Schraubstock. Vorletztes Jahr habe ich mir einen stabilen Arbeitstisch zusammengezimmert. Keine echte Werkbank, aber fast so gut, und im Keller habe ich ein Eckchen für eine kleine Werkstatt gefunden.

Ich fange also nicht bei Null an, aber es war schon klar, dass mir noch eine Menge Werkzeug fehlte. Im Prinzip alles, was für die Bearbeitung von Griffbrett und Bundstäben nötig ist. Also habe ich mir das Zeug zusammengesucht: Eine Bundschlitzsäge, eine Sägeraspel, eine Oberfräse aus dem Baumarkt, ein paar Ziehklingen und das Starter Toolkit von Crimson.

Für den Anfang wollte ich mit so wenig wie möglich auskommen – das Zeug ist nämlich richtig teuer. Allein das Paket von Crimson hatte es in sich, dann kostet der Versand nochmal extra (um die 50 Euro bei 275 Euro Warenwert; kein Vorwurf an Crimson natürlich, die denken sich die Paketpreise nicht aus), und dann kommt noch Zoll drauf (nochmal knapp 80 Euro, dank Brexit). So viel Geld für eine Sache auszugeben, die vielleicht gar nichts wird, war komisch. Aber wenn es funktioniert, werde ich sicher noch Weiterlesen „Vorbereitungen“

Die Vorgeschichte

Wie hat alles angefangen mit dem Gitarrebauen? Irgendwann im Herbst 2019 habe ich zufällig auf YouTube ein Video über ein Gitarrebauprojekt gesehen. Ich weiß nicht mehr genau, welches Video das war, aber ich glaube, es war etwas von Burls Art. Jedenfalls waren die Videos von Burls mit die ersten Gitarrenbauvideos, die ich überhaupt gesehen habe.

Auch sehr gefallen hat mir diese großartige Doku über den kanadischen Gitarrenbauer Michael Greenwood und den Bau einer Westerngitarre. Danach habe ich noch eine Reihe von ähnlichen Videos gesehen und bin dann auf den YouTube-Kanal von Ben Crowe gestoßen. Das muss kurz vor dem Start des Great Guitar Build Off 2020 gewesen sein.

Während ich alle möglichen GGBO-Projekte auf YouTube verfolgte, kam mir die Idee, vielleicht selbst eine Gitarre zu bauen. Ich war mir nicht sicher, ob ich das wirklich hinkriegen würde, und ich hatte natürlich auch lange nicht alle dafür nötigen Werkzeuge. Aber die Idee ließ mir keine Ruhe.

Um es kurz zu machen: Weiterlesen „Die Vorgeschichte“

Los gehts

Ok, herzlich willkommen bei Holz Draht Strom, meinem Gitarrenbaublog. Ich weiß natürlich nicht, wie das Gitarrending laufen wird. Entweder habe ich am Ende ein halbwegs spielbares Instrument oder eben einen Haufen aufwändig zugerichtetes Brennholz und Altmetall. Und wie dieses Blog sich schreiben wird, bleibt auch abzuwarten.

Ich habe das jetzt nicht alles bis in die letzte Einzelheit durchgeplant, und besonders das Blog ist hier nicht die Hauptsache. Kann gut sein, dass meine Tochter auch den einen oder anderen Text beitragen wird, das ist aber ihre Entscheidung. Warten wir’s ab…

P.S.: Die in loser Folge eingestreuten „Sponsored Posts“ sind so eine Masche von WordPress, da kann ich nichts dran machen. Muss man also vorerst mit leben.